Projekt Big Five Gesäuse

Barhocker-Wild Hunt-Beitragsbild

Unser neuestes Projekt ist die Neugestaltung der Gaststube im Gasthof Schnabl und heißt Big Five Gesäuse. Der Raum beinhaltet 5 Esstische deren Platten wir erneuerten müssen. Für unsere kleine Tischmanufaktur ist das echt eine Riesensache.

Aber hier in diesem Blog möchte ich wirklich ganz von vorne beginnen und den Projekt Ablauf so schildern wie er wirklich war und noch immer ist da es ja ein laufendes Projekt ist. Ich finde so kriegt man am besten ein Gespür dafür wieviel Planung und Vorbereitung wirklich in diesen Auftrag steckt. Und jetzt der Reihe nach.

Der erste Kontakt war eine normale Anfrage über unsere Website der Chefin Simone Graf. Simone wollte unverbindlich wissen, ob wir ihren Gastraum neugestalten wollen und können, und zwar mit etwas Außergewöhnlichen, das nicht von der Stange ist und ein Konzept beinhaltet. Ich sagte und machte mich auf den Weg ins wunderschöne Landl, um mir vor Ort ein Bild zu machen. Es war der erste Besuch und ich wurde sehr nett vom Chef Hannes empfangen. Was ich vorfand, war eine wunderschöne jedoch etwas in die Jahre gekommene Gaststube mit einer kleinen Theke und 5 Tische. Hannes erklärte mir, dass sie nur die Tischplatten erneuern wollen, da sie in erster Linie keine Tischtücher mehr wollten und dem ganzen Raum einen neuen Glanz geben wollen.

Sondierung

Simone war beim ersten Besuch leider nicht da und so nahm ich Maß und fuhr wieder nach Hause. Bei unseren nächsten Telefonaten mit Simone stellte sich jedoch heraus, dass sie schon gewisse Vorstellungen und Visionen hatte. Sie wollte in ihrer Gaststube das Gesäuse einfangen. Und das war die Vorgabe und ich dachte mir OK! Großartig! Das ist mal eine Aufgabe. Wir wussten beide nicht ganz genau wie aber jedes Projekt entsteht mit einer Idee und einer Vision und Simones Vision war definitiv der Wahnsinn.

Ich sagte natürlich ist das möglich jedoch muss ich erstmal Muster machen, um zu schauen was möglich ist. Und somit machte ich mich an die Arbeit.

Zuerst machte ich mir darüber Gedanken wie man das Gesäuse in einem Tisch widerspiegeln konnte und dafür muss man das Gesäuse kennen. Für mich persönlich ist das Gesäuse von der Landschaft her Wild und Ungezähmt. Außerdem habe ich durch meinen letzten Job viele Leute aus dem Gesäuse kennengelernt und erfahren das Tradition großgeschrieben wird. Für mich war somit klar, dass alle Tische eine gewisse Einheit ergeben müssen und es sollte auf keinen Fall Kitschig sein wie andere Sachen mit Epoxidharz. Und bis dahin habe ich noch nie Dinge eingegossen!

Ich machte mir also eine Liste mit Dingen die dafür in Frage kommen und die schaute folgendermaßen aus:

  • Treibholz (wasser)
  • Flusssteine (Wasser)
  • Lärchenäste (Wald)
  • Flechten (Wald)
  • Felsgestein (Berge)
  • Zapfen (Wald)
  • Rehabwürfe (Wald)
  • Edelweiss (Berge)
  • Altes Werkzeug (Tradition)
  • Rostiges Metall (Tradition)
  • Brennholz (Wald)
  • Birken (Wald)
 

Als nächstes machte ich eine Liste mit den Holzarten, diefür dieses Projekt in Frage kämen. Die Kriterien waren für mich einfach. Es
musste Hartholz sein und folgende Liste ist dabei herausgekommen:

  • Eiche
  • Walnuss
  • Ahorn
  • Kirsche
  • Esche
  • Birke?

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